90 Jahre TC RW  20.08.2016

Ablauf des Festaktes:

Trotz des unsicheren Wetters waren doch viele Mitglieder und Gäste gekommen, um mit uns zusammen den 90ten Vereinsgeburtstag zu feiern. Es war alles Beste für die Feier angerichtet. Die Anlage selbst war schon im Laufe der letzten Monate von unserer "Task-Force Arbeitsgruppe" bestens hergerichtet worden. Der Rasen war gemäht, die Hecken waren geschnitten, Hartplatz wie Pflasterflächen und Treppen waren mit dem Hochdruckreiniger gesäubert worden und Clubhaus wie Betonmauer frisch getrichen und letztere mit Schrift und Emblem verschönert worden. Der festlich geschmückte  Gastraum hinterließ  bei unseren Gästen wie Vereinsmitgliedenr selbst den angenehmsten Eindruck. Ein zusätzliches Dankeschön an die Clubhausdamen auch für die appetittlich angerichteten Häppchen und den leckeren Kuchen. Die Feier konnte beginnen. 


10 Uhr:   Tennisspiele von Kindern und Jugendlichen
11 Uhr:   
Festakt  
        1     
Geigenspiel von Leonie Urschl, 15 Jahre, mehrfache

               Preisträgerin  „Jugend musiziert“, hat eigene Konzerte 

               gegeben und ist Mitglied im Landauer Kammermusik

               Orchester“ und im Orchester der Maria Ward Schule.
        2.   
Begrüßung der Gäste durch Ellard Willmann
        3.    
Festrede vom derzeitigen Vorsitzenden Hans Rainer Jung
        4.   
Geigenspiel von Leonie Urschel
        5.   
Bericht der Jugendwartin Ute Schulz
        6.   
Bericht des Sportwartes Klaus Peter Roidl
        7.    
Grußworte: Kiefer , Wollenweber, Götten,
Ackermann

        8.    Geigenspiel von Leonie Urschel

13 Uhr:   Einlagespiel des Landauer mehrmaligen Pfalzmeisters

              Tobias Barry mit dem elsässischen Spitzenspieler

              Stéphane Pibre
14 Uhr:   Fortsetzen der Kaffee- und Kuchen bei
gemütlichem

               Beisammensein
17 Uhr:  Ausklang der Veranstaltung wegen gleichzeitiger Kerwe in

              Bindersbach

Nach der gekonnten Begrüßung der Gäste durch Ellard Willmann erläuterte der Vorsitzende  Hans Rainer Jung in seiner Festrede die finanzielle Entwicklung des Vereins seit dem Hallenbau. Er bedankte sich im Schlussteil der Rede bei den Mitgliedern für die vielfältigen Hilfen über die Jahre hinweg.

Festrede  Hans Rainer Jung

 

Seit Mitte August des Jahres 1926 wurden auf dem Wingertsberg die ersten Tennisbälle auf einem kurz geschnittenen Wiesenplatz geschlagen, nur einen Monat später nach der Gründung der Tennisabteilung des Turnvereins 1885 am 26.Juli durch seinen späteren Ersten Vorsitzenden Erwin Schaaf. Drei Jahre danach waren eingangs des Bindersbacher Tales zwei Sandplätze erstellt, die bis 1975 genutzt wurden. Die Plätze verpachtete Dr. Erich Gaab dem TC RW für den Preis einer jährlichen Heuernte. Jetzt sind die den alten Plätzen Teil eines neuen Baugebietes geworden. Der Umzug nach Bindersbach in die heutige Anlage mit damals vier Tartanplätzen und einem Clubhaus mit Wohnung war schnell vollzogen worden.

Beharrlichem, engagiertem, ehrenamtlichem Einsatz seiner Vorstände sowie aller Mitglieder verdankt es der Club, dass er sich aufgrund eigener Leistungen die Unterstützung  sportlicher Verbände, privater Sponsoren sowie kommunalen Ebenen sicherte, um die nötigen Bau- und Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen zu können. Mit Weitsicht und Beharrungsvermögen prägten in besonderem Maße als Vorsitzende Fridolin Dentzer (1931-1962), Adolf Sommer(1966-1996), und auch Dieter Schmidt (1996-Juni 2016) mit ihren Vorstandskollegen den Verein.

Legendär bleibt der von 1973 bis Anfang der 90iger Jahre erzielte Verkaufserlös von 250 000 DM für gesammeltes Altpapier, 1975 waren es 170 000 DM, die zum Bau der Clubanlage verwendet wurden. Ein Clubhaus aus Altpapier sei entstanden, wie damals in der Presse zu lesen war.

Am 10. Juli wurde die Zwei-Felder Tennishalle offiziell eingeweiht. Architekt Wilhelm Lebkücher konnte stolz berichten, dass bei 8000 freiwilligen Arbeitsstunden der vorgelegte Kostenvoranschlag von 1,4 Millionen DM eingehalten war.
Mit dem Bau der Halle waren die Arbeiten jedoch nicht beendet. 1991 musste das Flachdach des Clubhauses für 70 000 DM in ein Schrägdach umgewandelt werden, und die Tartanplätze für 153 000 DM mit einem neuen Belag versehen werden. An Verbindlichkeiten waren laut Bericht des Steuerberater Heise fast 400 000,-- DM angelaufen.

Weil sportlich gesehen immer weniger Mitglieder auf den Hartplätzen spielen wollten, und zudem auch nur noch wenige Neumitglieder sich einstellten, sah sich der Vorstand gezwungen, mindestens drei der vier Hartplätze in Sandplätze umzuwandeln. Es wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, die den Vorstand dazu ermächtigte. Um die Kosten von 52 000,- € zu stemmen, mussten 36 000,-€ neu aufgenommen werden. Zusätzlich wurden den Mitgliedern eine einmalige Umlage sowie eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge abverlangt.

Dieses Darlehen von 36 000 € wurde etwa hälftig durch die Stadt und zum anderen Teil durch Mitglieder-Bürgschaften abgesichert. Es war ein Verdienst des 1. Vorsitzenden Dieter Schmidt, 15 Vereinsmitglieder als Bürgen zu gewinnen.

Da jedoch insgesamt alle bestehenden Darlehen eine relativ kurze Laufzeit aufwiesen, wurde es mit den Folgejahren immer schwieriger für den Verein, dafür Zins und Tilgung zu bezahlen. Dem Verein drohten die Mittel für den laufenden Betrieb auszugehen. Der von uns angestrebten Laufzeitverlängerung der Darlehen konnte von der Sparkasse SÜW zugestimmt werden. Probleme bereitete uns jedoch das Sandplatzdarlehen, welches zu einem Teil durch eine Bürgschaft der Stadt abgesichert war. War dies 2002 zuvor noch möglich gewesen, so legte vier Jahre später der Rechner der Verbandsgemeinde sein Veto ein. Der Knackpunkt war, dass nun einmal eine Kommune keine Bürgschaft für Dritte abgeben darf. Das war zuvor zu unserem Vorteil übersehen worden.

Jetzt war guter Rat teuer. Ein reicher Onkel aus Amerika tauchte nicht auf und so blieb uns nichts anderes übrig als erneut Mitglieder zu finden, die willens waren für die Restschulden zu bürgen. Damals oblag es mir, die notwendige Anzahl der Vereinsmitglieder zu finden. Weitere 14 Bürgen fanden sich und so konnten wir den Restbetrag des Sandplatzdarlehens mit insgesamt 29 Vereinsbürgen absichern.

Gemeinsam retteten diese Mitglieder den Verein vor einer Insolvenz, welche sprichwörtlich in letzter Minute abgewendet werden konnte. Letztlich war es dann Herr Lenz von der Volksbank, der das durch die vielen Mitglieder-Bürgschaften komplizierte Darlehen übernahm. Nachträglich nochmals ein großes Dankeschön an Herrn Lenz.
An diesem Deal war auch der damalige Vorsitzende des Finanzausschusses, Herr Rechts-
anwalt Heck beteiligt. Auch ihm ein Dankeschön.

Mit den Kosten für die Sandplätze mussten wir bis heute in den letzten 10 Jahren insgesamt 117 000 Euro für zusätzliche Sanierungsmaßnahmen aufwenden.

Sandplätze: € 52.000,00, Fenster Wohnung: € 9.400,00,00, Herrenduschen: € 6.000,00,
Beleuchtung Halle: € 18.000,00, Heizung Halle: € 20.000,00, Clubhaus Eingangstür und Küchenrenovierung/Einrichtung: € 8.000,00Damendusche: € 4.000,00

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitgliedern bedanken, deren Arbeitseinsatz weit über die jährlichen fünf Pflichtarbeitsstunden hinaus geht. Ein derartiges Engagement ist nicht selbstverständlich.
 
Dank an unsere Kassenwartin Frau Jenny Müsch, die zusammen mit ihrem Mann die Finanzen derart gut verwaltet hat, dass voraussichtlich der TC RW ab 2021 Jahren die Halle ganz abbezahlt hat.

Dank an unseren ehemaligen Sportwart Klaus Pietsch, der durch seine positive Persönlichkeit Annweiler in den Jahren von 2000 bis zum Frühjahr 2016 zu einem Turniertreff für Damen und Herren vom Altersbereich Damen 30 und Herren 40 aufwärts in der Südpfalz bekannt gemacht. hat. 17 Hallen Mixed-Turniere um den Trifels-Cup und 7 LK-Turniere. Klaus ist außerdem ein Meister der Frühjahrsplatz-Instandsetzung.

Dank an unsere Handwerker im Club, die soweit es möglich ist, Reparaturen und Instandsetzungen selbst vornehmen. Nennen möchte ich in erster Linie, Theo Rapp, Gerd Feierabend sowie Dieter Schmidt, Lutz Kuhl und Wilhelm Orth.
 
Erwähnen möchte ich unsere im letzten Jahr neu gegründete
Task-Force mit Dr. Josef Wiedmann, Wilhelm Orth, Theo Rapp, Dr. Bourdy und mit Lutz Kuhl an der Spitze. Die schöne Blumenpracht um das Clubhaus herum verdanken wir Marga Gotthold

Dank auch den Damen Ursula Feierabend, Rita Feierabend, Annel Rapp, Gabi Geiger und Marga Gotthold, die zusammen mit Achim Müsch und Axel Feierabend für die Bewirtung und Sauberkeit der Gaststätte die Verantwortung übernehmen. Letztere sind auch für die Logistik zuständig.
Darüber hinaus kümmern sie sich bei Turnieren um die Bewirtung der Spieler und Gäste.
Zusätzlich betreiben sie unseren Kuchenstand während des Keschdefestes mit selbstgebackenem Kuchen, die immer großen Anklang finden.

Dank an Werner Kühlmeier, der mit Beharrlichkeit und Überzeugungskraft seit Jahren größere und kleinere Firmen als Vereinssponsoren gewinnen konnte. Die Werbebanner dieser Firmen sehen sie draußen an den Platzzäunen befestigt. An dieser Stelle wollen wir uns auch bei unseren Sponsoren bedanken, die uns schon seit Jahren finanziell helfen.

Dank an Sascha Hoffmann, der die Hochdruckreinigung der Tartanplätze der Anlage, der Pflasterflächen und Treppen im Außenbereich eigenverantwortlich unterstützt von Klaus Pietsch oder Peter Barbey übernommen hat.

Dank an alle, die alljährlich seit Beginn des Kastanienfestes um den 3. Oktober herum für Kuchen und Rundstand  zur Verfügung stehen. Auf- und Abbau des Standes, Logistik, Zubereitung und Verkauf der Speisen und Getränke erfordert für die Älteren unter uns einen bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehenden Einsatz. Für einige sind bis zu 12 Stunden Arbeitszeit die Regel. Zu nennen sind hier insbesondere Axel und Gerd Feierabend, Dieter Schmidt, Joachim Müsch, Hans Rainer Jung und unsere Suse Maurer, die den Spülstand bedient. Unsere Clubdamen stehen im Kuchenstand, um die von unseren Tennisfrauen selbstgebackene Kuchen zu verkaufen.


Wir sind stolz auf unsere Anlage, die für uns und auch für viele Besucher wie Spieler eine der schönsten in ganz Deutschland ist, zu mindestens eine der schönsten in unserer Pfalz.

Nicht zu vergessen ein Dank an Jugendwartin Ute Schulz und an den neuen Sportwart Klaus-Peter Roidl, die Ihnen eindrücklich berichten werden, dass wir vor lauter Arbeiten das Tennisspielen nicht vergessen haben.  Die Berichte hören Sie  nach einer weiteren Musikeinlage von Leonie Urschel.

Vielen Dank

 

91 Jahre TC RW Annweiler

Gründungsurkunde vom

26. Juli 1926

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Zähler seit 10.06.2012

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weitereTermine ... 

 

    Annweiler-Bindersbach   

 Gaststätte des Tennisclubs

 

RESTAURANT  DELPHI      Familie Christodoulou

 

     Seit Mitte März geöffnet! Gastraum 50 und Terrasse 60  

                 Sitzplätze.

 

       Tel.  06346 - 2250

 Mobil: 0151-66 534 949

 

Mo- Di- Mi- Fr-Sa  17.00 - 22.30 Uhr,

Sonntags/ Feiert. 11.30 - 22.30 Uhr,  

       Donnerstag Ruhetag

 

Wir wünschen dem neuen Pächterehepaar viel Glück und Erfolg !

 

 

 

Blick vom Trifels: Freiplätze, Clubhaus und Tennishalle Foto: Brachert

Individuelle Arbeitseinsätze: auf der Anlage möglich!

 

 

 

 

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